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Sporternährung ist kein Doping

Sporternährung ist kein Doping

Deutschland hat bei Olympia in Sotschi tatsächlich einen Dopingfall produziert und irgendwie – so sagt es die betroffene Athletin – muss das was mit den Nahrungsergänzungsmitteln zu tun haben, die sie einnimmt. Ihre Trainer sehen das genauso, ständig landen die Worte „Nahrungsergänzungsmittel“ und „Doping“ in einem Topf – obwohl sie gar nicht zusammen gehören. Verkürzt von den Medien kommt in der Welt an: Doping durch Nahrungsergänzungsmittel!

Keine Angst vor der nächsten Dopingprobe

Dabei haben hochwertige Nahrungsergänzungsmittel und Doping in etwas so viel miteinander zu tun wie Training und Faulheit. Nämlich nichts. Sachenbacher-Stehle ließ über ihren Anwalt verlauten, der positive Befund hätte seine Gründe „möglicherweise in dem teilweise unübersichtlichen Markt von sogenannten Nahrungsergänzungsmitteln". Dabei ist der Markt überhaupt nicht unübersichtlich: Wer die Angaben der Inhaltsstoffe lesen kann und auf "Sportnahrung Made In Germany“ von renommierten Herstellern setzt, muss die nächste Dopingprobe jedenfalls nicht fürchten.

Der Fall Sachenbacher-Stehle – und andere

Die Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle ist der bisher prominenteste Dopingfall der Olympischen Spiele 2014. Bei der Olympia-Vierten im Massenstart wurde bei einer Probe das Stimulanz Methylhexanamin festgestellt, das vor allem in zahlreichen Fatburnern verwendet wird. Dazu schreibt man dem Wirkstoff eine aufputschende Wirkung zu, die tatsächliche Wirkung ist allerdings – gerade wenn man damit die Leistung steigern möchte – verschwindend gering.

"Gute-Laune-Tee" sorgt für schlechte Laune

Was ist also wirklich passiert? Die erfahrene Sportlerin hat nicht „mit Nahrungsergänzungsmitteln gedopt“, sondern ist einem möglicherweise nicht angegebenen Wirkstoff in einem Lebensmittel zum Opfer gefallen. Die „Bild“ spekuliert, dass das Methylhexanamin in einem „Gute-Laune-Tee“ aus Asien enthalten gewesen sein könnte. Ob das Stimulanz als regulärer Inhaltstoff aus Asien ins Blut der Biathletin gelangte, oder ob der eigentlich unbedenkliche Tee verunreinigt war, ist Spekulation. Klar scheint bisher allerdings zu sein: Glaubt man der Athletin und ihrem Verband, ist Sachenbacher-Stehle in Sotschi also weniger über ihren falschen Ehrgeiz gestolpert, als über ihre eigene Fahrlässigkeit.

"Unwissenheit" schützte mal vor Strafe

Die Geschichte vom vermeintlichen „Dopingfall durch Nahrungsergänzungsmittel“ ist jedoch schon deutlich älter. Bereits Ende der Neunzigerjahre beriefen sich prominente Dopingsünder darauf, die positiven Befunde ihrer Dopingproben rührten von verunreinigten Nahrungsergänzungsmitteln. Eine Argumentation, die der Internationale Leichtathletikverband IAAF nicht widerlegen konnte – und die Athleten (darunter der Olympiasieger Linford Christie) vom Verdacht des wissentlichen Dopings frei sprechen musste. Wer jedoch in jedem Fall absolut unschuldig war: Die Sporternährung als solche, denn stets ist vor allem die Rede von „verunreinigten Nahrungsergänzungsmitteln“, denn jeder Athlet kennt die Liste der verbotenen Substanzen der „Welt-Antidoping-Agentur“ (WADA) und kann sie mit den Inhaltsstoffen seiner Nahrungsergänzungsmittel abgleichen.

"Made In Germany" schützt vor positiven Dopingproben

In den meisten Fällen dürfte es sich um Schutzbehauptungen tatsächlicher Dopingsünder handeln, wenn die positive Probe auf Nahrungsergänzungsmittel abgewälzt wird. Doch ein Restrisiko, unschuldig Opfer einer verunreinigten, eigentlich legalen Produktes zu werden, bleibt. Gerade, wenn man nicht auf „Made in Germany“ oder nicht-zertifizierte Produkte setzt. So ermittelte die Deutsche Sporthochschule Köln (DSHS), „dass etwa 15 Prozent der in 13 verschiedenen Ländern erworbenen Nahrungsergänzungsmittel Anabolika (hauptsächlich Prohormone) enthielten, die nicht auf der Packung angegeben waren. Bei den Anabolika handelt es sich wahrscheinlich um Verunreinigungen, die keinen Dopingeffekt haben, aber unabsichtlich zu positiven Dopingbefunden führen können.“

Wie erkenne ich hochwertige Sporternährung?

Verunreinigungen von Nahrungsergänzungsmitteln kommen dann vor, wenn in den Produktionsstätten unsauber gearbeitet wird. Wo eben noch Produkte der Sporternährung produziert wurden, wird am selben Tag eine Charge mit pharmakologischen Wirkstoffen hergestellt – und umgekehrt. Was als wirksames „Helferlein“ auf der Dopingliste steht und damit für Sportler tabu ist, kann gleichzeitig für kranke Menschen ein Segen sein. So wird Clenbuterol, der Stoff, mit dem die Sprinterin Katrin Krabbe zum ersten prominenten Dopingfall der wiedervereinigten deutschen Leichtathletik wurde, in Asthmamedikamenten verwendet. Primobolan, ebenfalls auf der Dopingliste, wird seit vielen Jahren zur Behandlung von Muskelschwund eingesetzt.

Gerade im niedrigpreisigen, entsprechend hart umkämpften Markt, tummeln sich jedoch viele Hersteller, die aus Kostengründen keine nahezu 100%ige Reinheit von Rohstoffen und Endprodukten garantieren wollen oder können. Für alle anderen gibt es verschiedene Prüfverfahren, um die Qualität des Inhalts zu gewährleisten. Seriöse Hersteller hochwertiger Nahrungsergänzungsmittel lassen sich beispielsweise an der IFS-Zertifizierung ihrer Zulieferer erkennen. IFS steht für „International Food Standard“ und ist ein weltweit etabliertes Prüfsiegel für Lebensmittelsicherheit und Rohstoffqualität. Außerdem ein echtes Qualitätsmerkmal: Die DIN 9001-Zertifizierung. Hinter dieser Zahl verbirgt sich der Nachweis eines Qualitätsmanagementsprozesses, dass ein Hersteller „Produkte und Dienstleistungen bereitstellen kann, welche die Kundenerwartungen sowie allfällige behördliche Anforderungen erfüllen“. Diese Zertifizierungen stellen nicht nur sicher, dass sich die Herkunft der Rohstoffe lückenlos nachvollziehen lassen, sondern auch die Qualität des Produktionsprozesses an sich.

Warum ist „Made In Germany“ ein Qualitätsmerkmal?

In Deutschland hergestellte und von hier aus vertriebene Produkte unterliegen strengeren Kontrolle, als solche aus dem Mutterland des Bodybuildings (und auch des Anabolikamissbrauchs): Aus den USA stammen die meisten der von der DSHS gefundenen verunreinigten Nahrungsergänzungsmittel. Außerdem können ausländische Präparate, die vor allem online vertrieben werden, auch in Deutschland bereits seit vielen Jahren verbotene bzw. verschreibungspflichtige Inhaltsstoffe enthalten. Diese sind nicht selten nicht nur verboten, sondern auch gesundheitsschädlich. 

Nicht alles, was leistungsfähiger macht, ist Doping

Verbotene Dopingmittel sind Stoffe, die eine unmittelbare physiologische Wirkung haben und damit dem Athleten einen vermeintlichen oder tatsächlichen Vorteil verschaffen. Sie machen wacher, verbessern durch hormonelle oder andere Veränderungen im Körper Ausdauer oder Schnellkraft. Nahrungsergänzungsmittel oder legale, (sport)rechtlich unkritische Sporternährung grenzt sich davon ab, dass die enthaltenen Wirkstoffe „nur“ ohnehin im Körper ablaufende natürliche Prozesse durch dafür benötigte Nährstoffe in konzentrierter Form unterstützen.

So findet sich zum Beispiel Kreatin, „das effektivste […] Supplement für Sportler hinsichtlich der Verbesserung einer hochintensiven Trainingsbelastbarkeit und dem Aufbau fettfreier Muskelmasse während des Trainings“, auf keiner Dopingliste. Seit Mitte der Neunziger haben Olympioniken aus aller Welt Kreatin dafür auf ihrem Ernährungsplan stehen.

Was sind also Nahrungsergänzungsmittel eigentlich?

Bei Sporternährung handelt es sich – je nach Produkt – entweder um diätetische Lebensmittel, allgemeine Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel. In jedem Falle aber handelt es sich nach deutschem Recht um Lebensmittel, nicht um Medikamente oder gar illegale Dopingsubstanzen. Sporternährung soll den Sportler mit ernährungsphysiologisch notwendigen Stoffen versorgen, wenn diese z.B. durch einseitige Ernährung nicht in ausreichender Menge zugeführt werden oder durch eine hohe Belastung wie Sport ein erhöhter Bedarf besteht.

Info: Katrin Krabbe

Die Sprinterin Katrin Krabbe, Weltsportlerin 1991 und Weltmeisterin über 100 und 200 Meter, wurde 1992 positiv auf Clenbuterol getestet. Als Reaktion wurde die Neubrandenburgerin für drei Jahre gesperrt. Nach Ablauf ihrer Sperre versuchte Krabbe ein sportliches Comeback, das aber - im Gegensatz zu dem ihrer ebenfalls positiv getesteten Trainingspartnerin Grit Breuer - erfolglos verlief.

 

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