KÖRPER ENTWÄSSERN -
MIT DIESEN MITTELN KLAPPT’S!

Ohne Wasser kein Leben. Denn die elementare Flüssigkeit dient in deinem Körper als Lösungs- und Transportmittel, schleust Giftstoffe heraus und reguliert deine Körpertemperatur. Kommt dein Wasserhaushalt ins Ungleichgewicht, kann es zu Wassereinlagerungen kommen. Wir klären, was es mit der Entwässerungstechnik auf sich hat und wie du sie für dich nutzen kannst.

SO ENTSTEHEN DIE UNBELIEBTEN WASSEREINLAGERUNGEN

Normalerweise zirkuliert Wasser in den Gefäßen und wird in die Zellen transportiert. Innerhalb der Zellen befindet sich deshalb mehr Flüssigkeit als außerhalb. Wenn es zum Austritt von Flüssigkeit aus den Gefäßen hinein in die Gewebssichten kommt, entstehen Wassereinlagerungen (Ödeme). Du kannst leichte Wassereinlagerungen nicht sofort erkennen. Werden sie jedoch größer, machen sie sich durch Schwellungen bestimmter Partien deines Körpers bemerkbar. Sie können an Körperregionen wie den Oberschenkeln, Händen oder Knöcheln entstehen, aber auch größere Teile des Körpers aufgeschwemmt aussehen lassen.

Gesunde Menschen leiden eher selten an sichtbaren Wassereinlagerungen. Denn bei einer ausreichenden Wasserzufuhr und einem guten Gesundheitszustand kann der Körper seinen Wasserhaushalt selbst regulieren. Ein Abtransport von Flüssigkeit kann dennoch unter folgenden Umständen nicht richtig funktionieren:

-  Schwangerschaft
-  Hohes Alter
-  Veränderter Hormonhaushalt (durch die Wechseljahre oder Periode)
-  Bewegungsmangel
-  Langes Sitzen, Liegen oder Stehen
-  Ungesunde, salzhaltige Ernährungsweise
-  Hohe Umgebungstemperaturen

Besonders bekannt sind dicke Beine in der Schwangerschaft oder an heißen Sommertagen. Die Bein- und oder Fußregionen fühlen sich angespannt und geschwollen an, manchmal ist der Knöchel kaum noch zu erkennen. Sie sind zwar lästig, in den meisten Fällen aber gesundheitlich unbedenklich. Beobachtest du diese Symptome öfter, sprich dennoch deinen Arzt darauf an.

Ödeme können auch die Folge von Erkrankungen wie Übergewicht, Herz- und Nierenschwäche, Thrombose oder einer Alkoholsucht sein. Ebenso entstehen sie im Zusammenhang mit der Einnahme von Medikamenten, wie Abführmitteln oder Cortison. Bilden sich plötzlich deutlich zu erkennende, oder sogar schmerzhafte Wassereinlagerungen, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen.

WAS BEDEUTET ENTWÄSSERN?

Das Wort Entwässern bedeutet in diesem Zusammenhang das Ausschwemmen von Wasser und Mineralstoffen (wie Natrium, Kalium, Magnesium…) aus dem Körper. Der Raum außerhalb der Zellen (Gewebe), in dem sich das Wasser gesammelt hat, soll wieder an Flüssigkeit verlieren. Vor allem die sichtbar oder schmerzhaft geschwollenen Partien des Körpers sollen dadurch entfernt werden. Das ist bei einer Vielzahl an Krankheiten nötig, wird aber auch immer häufiger von gesunden Menschen betrieben. Denn auch gesunde Menschen können mit sanften Entwässerungsmethoden ihr Wohlbefinden steigern. Senkst du den Anteil an Wassereinlagerungen, kann dein trainierter Körper noch definierter aussehen.

 

ENTWÄSSERNDE LEBENSMITTEL

Das Top-Lebensmittel zum Entwässern ist ausnahmslos Wasser. Es klingt zunächst kontraproduktiv – ist es aber nicht. Denn wenn du deinen Körper nicht ausreichend mit Wasser versorgst, dann speichert er die vorhandene Flüssigkeit im Gewebe als Notration. Wenn dein Körper genügend Flüssigkeit zur Verfügung hat, wird dieser Prozess erst gar nicht aktiviert und überschüssiges Wasser ausgeschieden. Ebenso wird Tee zum Entwässern des Körpers empfohlen. Günstig ist hierfür vor allem die Verwendung von Brennnessel, Schachtelhalm, Löwenzahn oder Grüntee. Achte zusätzlich darauf, vermehrt kaliumhaltige Lebensmittel wie Nüsse in deine Ernährung zu integrieren und meide salzige Speisen. 

Vor allem Lebensmittel mit einem hohen Wassergehalt sollen dich beim Entwässern unterstützen. Dazu zählen neben Reis überwiegend Obst- und Gemüsesorten wie:

-  Gurke, Zucchini
-  Melone
-  Spargel, Kopfsalat
-  Zwiebeln, Knoblauch
-  Himbeeren, Johannesbeeren
-  Ananas, Zitrone
-  Erdbeeren
-  Tomaten

ENTWÄSSERNDE MEDIKAMENTE

Sind die Wassereinlagerungen krankhaft, können bestimmte Medikamente wie Wassertabletten (Diuretika) helfen. Sie sollten nie ohne Grund und Absprache mit einem Arzt eingenommen werden und sind deshalb auch verschreibungspflichtig. Sie wirken harntreibend und sorgen dafür, dass der Körper vermehrt Wasser und Mineralstoffe ausscheidet. Dazu wird die Wasserrückzufuhr in den Nieren gehemmt. Die Tabletten bewirken bei den betroffenen Personen aber nicht nur einen Rückgang der Wassereinlagerungen. Aufgrund ihrer blutdrucksenkenden Wirkung dienen sie auch zur Senkung des Blutvolumens. Zudem entlasten sie das Herz. Die vermehrte Mineralstoffausscheidung muss unbedingt wieder ausgeglichen werden. Vor allem Kalium steht hierbei im Vordergrund.

ABNEHMEN MIT DER ENTWÄSSERUNGSTECHNIK

Den Körper entwässern und schnell zum Traumgewicht gelangen? Hast du vor mit dieser Technik abzunehmen, solltest du dich von diesem Gedanken schnell verabschieden. Richtig ist, dass du mit einer Entwässerung etwas an Gewicht verlieren kannst. Halte dir aber vor Augen, wie der Gewichtsverlust zu Stande kommt. Hier werden nicht die unbeliebten Fettdepots an Bauch, Beine und Po angegriffen, sondern lediglich Wasser aus deinem Körper transportiert. Wer es damit übertreibt, riskiert zudem einen Mangel an Mineralstoffen – und das ist alles andere als gesund. Um abzunehmen solltest du deshalb deine Ernährung- und Bewegungsgewohnheiten unter die Lupe nehmen und diese Baustellen in Angriff nehmen. Zusätzlich kannst du deinen Körper entwässern, um deine Muskeln etwas sichtbarer zu machen und somit definierter auszusehen.

ENTWÄSSERUNG IM BODYBUILDING

Die Technik der Entwässerung ist auch in Wettkampfsportarten wie dem Bodybuilding sehr beliebt. Dabei werden oft extreme Methoden angewendet, um am Wettkampftag oder einem Fotoshooting möglichst wenig Wassereinlagerungen zu haben. Dafür trinken die Teilnehmer in der heißen Phase enorme Wassermengen von bis zu 10 Litern pro Tag. Einige Tage vor dem Wettkampf werden die Wassermengen aufs Minimum reduziert. In kürzester Zeit verlieren sie so ein paar 100 Gramm bis hin zu einem Kilo. Sie holen das Maximum an Definition aus ihrem Körper heraus. Diese Methode sollte nur mit Betreuung angewendet werden und ist über den Wettkampf hinaus nicht empfehlenswert. Der definierte Effekt wird nur für den wichtigen Tag erzielt, danach flacht er wieder ab.

GESUND ENTWÄSSERN – SO GEHT´S

Ist die Wassereinlagerung nicht krankheitsbedingt, sondern nur durch deine Lebensweise- und umstände entstanden, kannst du dir folgende Tipps zu Herzen nehmen. Mit ihnen kannst du das Verschwinden von Wassereinlagerungen unterstützen und gleichzeitig deinen allgemeinen Gesundheitszustand verbessern:

VIEL TRINKEN:
Gib deinem Körper das Gefühl, dass er sich um seinen Flüssigkeitshaushalt keine Sorgen machen muss. Trinke mindestens zwei Liter am Tag, im Sommer oder wenn du Sport machst gern auch etwas mehr. Greife vorwiegend auf Wasser oder entwässernde Kräutertees zurück.

SALZ REDUZIEREN:
Das enthaltene Natrium ist für seine wasserbindende Art bekannt und hilft dir beim entwässern deshalb nicht weiter. Im Gegenteil: Es sorgt für die Einlagerung von Wasser im Gewebe. Reduziere deshalb deine Salzaufnahme. Damit deine Speisen nicht fad schmecken, würze mit Kräutern, verschiedensten Gewürzen oder Tomatenmark. Verzichte auf Fertigprodukte, in ihnen stecken hohe Mengen an Salz. Kochst du die Gerichte selbst, kannst du die Salzmenge selbst dosieren.

VIEL BEWEGEN:
Wer sich bewegt, umgeht den Flüssigkeitsstau im Körper und regt seinen Kreislauf an. Das tut nicht nur deinem Körper, sondern auch deiner Seele gut. Überschüssiges Wasser kann abtransportiert und durchs Schwitzen ausgeschieden werden.

GESUND ESSEN:

Beim Reduzieren von Salz sollte es nicht bleiben. Integriere mehr entwässernde Lebensmittel wie Obst und Gemüse in deinen Speiseplan und schon schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe. Auch bei einer nicht-medikamentösen Entwässerung musst du auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung achten. So stellst du sicher, dass du gut mit allen Mineralstoffen versorgt bist. 

ALKOHOL UND KOFFEIN MEIDEN: Denn sie begünstigen die unbeliebten Wassereinlagerungen und Austrocknung deines Körpers.

ENTSPANNEN: Gönne dir vor allem bei hohen Außentemperaturen Kühlpacks oder Fußbäder. Lege deine Füße hoch und entspanne dich.

FAZIT

1. Wassereinlagerungen können durch erhöhte Temperaturen, Wassermangel oder Krankheiten entstehen.

2. Sie entstehen beim Austritt von Flüssigkeit ins Gewebe.

3. Mit ausreichend Flüssigkeit, Obst und Gemüse kannst du sie vermeiden.

4. Bewege dich im Alltag mehr, meide Salz und iss gesund. 

5. Abnehmen kannst und solltest du mit einer Entwässerung deines Körper nicht.

Bild 2 (Header) © by: zarzamora/ Shutterstock.com

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